was successfully added to your cart.

Über den Tellerrand: Talent Klima Index

In unserer News-Rubrik „Über den Tellerrand“ präsentieren wir regelmäßig Projekte mit einem überraschenden Impact auf die Welt des Lernens und der Entwicklung.

Heute stellt uns Frau Anja Beenen, Expertin aus dem Talent Klima Index-Team (Profil-M), ihre Gedanken vor, warum lern- und entwicklungsstarke Unternehmen gut für den War for Talents aufgestellt sind. Den Talent Klima Index findet man natürlich auch online:

Talent Klima Index

rag_prmTkiWebsite_170110

reflact: Frau Beenen, Sie haben mit dem Talent Klima Index, entwickelt von Profil-M in Kooperation mit Prof. Klaus P. Stulle von der Hochschule Fresenius, ein vielbeachtetes Projekt angestoßen. Über die Beantwortung weniger Indikatorfragen zur Talentlage in der eigenen Unternehmung gelangt man zu wertvollen Benchmarkinformationen. Eine gute Idee! Draußen wird es derzeit kalt, auch zum Thema Talente scheint es doch eher winterlich. Woran wird derzeit gearbeitet, um das Talent-Gap zu schließen?

Fr. Beenen: Das derzeitige Talent Klima ist tatsächlich eher frostig. Unsere aktuelle Talent Klima Studie zeigt, dass besonders die Verfügbarkeit von Talenten auf dem externen Arbeitsmarkt kritisch gesehen und eine weitere Verschlechterung erwartet wird. Das Thema Externes Recruiting ist daher in den letzten Jahren gerade in den Konzernen auf ein ganz neues Niveau gehoben worden. Stichworte wie Employer Branding, Social Media Recruiting und Active Sourcing gehören heute zum Repertoire nicht nur der HRler, sondern werden auch von der Geschäftsleitung als wichtige Handlungsfelder erkannt.

reflact: Das ist für die Leser dieses Newsletters, mit ihrer Begeisterung für die Themen „Lernen, Qualifizieren, Entwickeln“ eine interessante Ausgangslage.

Fr. Beenen: Ja, das stimmt durchaus. Aufgrund der wachsenden Schwierigkeiten, Talente auf dem externen Arbeitsmarkt zu rekrutieren, gewinnt selbstverständlich das interne Talent Management umso mehr an Bedeutung. Wer heute gut darin ist, Talente zu identifizieren, sie durch moderne und flexible Entwicklungsangebote zu fördern, um sie zielgerichtet und zügig auf den nächsten Entwicklungsschritt vorzubereiten, ist klar im Vorteil.

reflact: Welches Potenzial sehen Sie für die neuen Medien?

Fr. Beenen: Großes Potenzial. Das Interesse an individuellen Lern-Angeboten, bei Bedarf schnell und unabhängig von Ort und Zeit abrufbar und teilbar mit Talent-Peers, ist nicht nur attraktiv für Talente der Generation Y, sondern auch für die etwas älteren Talente, die sich eben zumeist auch durch ihre Offenheit für Neues auszeichnen. Gerade Blended-Learning-Konzepte, die individuelle Entwicklungsziele, internationale Teilnehmergruppen und selbstgesteuertes Lernen der Teilnehmer ermöglichen, sind mit Hilfe der neuen Medien besonders erfolgreich und effizient.

reflact: Welche Erwartungen an die technischen Systeme selbst können Sie aus der Praxis rekonstruieren?

Fr. Beenen: Ich möchte für die Leser eine Einordnung vorausschicken: In fortschrittlichen Organisationen haben die Führungskräfte im Business inzwischen ihre Mitverantwortung für Entwicklungs- und Qualifizierungsprozesse klar erkannt. Viel Verantwortung für das Vorantreiben der Kompetenzbasis und die Entwicklung der Menschen liegt in diesen Firmen mittlerweile im Business und nicht mehr primär im HR-Umfeld. Viele technische Systeme im Feld des Lernens sind heute jedoch auf die Unterstützung zentraler Teams von Lernspezialisten ausgerichtet und eher komplex und kompliziert.

reflact: Ich verstehe, das ist ein Widerspruch.

Fr. Beenen: Ja. Die Verantwortlichen auf Bereichsebene etc. verfolgen pragmatischere Szenarien und brauchen deshalb auch einfachere, intuitivere technologische Werkzeuge. Der Weg lohnt sich für alle Beteiligten. Einmal eingeübt, leistet eine dezentral verankerte und intelligent technisch unterstützte Qualifizierung einen großen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit. Damit schließt sich der Kreis zu meiner anfänglichen Feststellung, das im War for Talents Organisationen deutlich besser aufgestellt sind, die die Aufmerksamkeit nicht primär auf den externen Markt für Talente richten.

reflact: Vielen Dank, Frau Beenen. Gerne  auch zum Abschluss noch einmal der Hinweis, dass aktuell noch die Möglichkeit besteht, selber die Handvoll Fragen zum Talentklima mit Blick auf die eigene Unternehmung zu beantworten und als Dank auf interessante Benchmark-Informationen zuzugreifen. In diesem Sinne allen Beteiligten viel Spaß mit www.talentklimaindex.de.